Heute: Die 2 kleinen Schimpansen
werden 1 Jahr alt Nandi
muss bald ihre Koffer packen Der kleine Elefant bekommt heute eine besondere Behandlung
von Thomas Günther. Wellness für kleine Dickhäuter. Das sind die dicken Brocken. Sie sind von der Elefantenanlage. Die haben wir
gestern von Anlage 1 geholt. Schöner Ton oder Lehm. Noch ein bisschen durchkneten. Da kommt es. Da werden wir mal,
der wechselt seine Haut. Die haben am Anfang
eine sensible pergamentartige Haut. Die dicke Elefantenhaut
kommt eine Ecke später. Durch den Juckreiz
ist es richtig hell. Auch um die Augen rum
ist alles neu. Das sieht man richtig gut. Unten drunter,
was rosa durchkommt, ist die Haut, die später die dicke graue darstellt Das kannst du trinken,
das ist gesund. Das Interesse an der Matschepatsche
ist da, als Spielzeug. Wie alle Kinder. So mit einem Strohhalm reinblasen. Für so einen Blödsinn reicht das. Das macht sonst die Mutter. Da steht er drunter. Da steht sie in der Schlammsuhle
und haut ihm das über den Kopf. Da sich die Mutter nicht kümmert,
sind wir gefragt. Er kriegt von uns alles übermittelt
und beigebracht, was er bei der Herde lernen würde. Lehm ist richtig gut für die Haut. Da ist lange viel Feuchtigkeit,
der Juckreiz ist weg. Eine gute Natur-Fango-Packung. Jetzt kann es losgehen. Das merken wir. Wie es die Konsistenz hat,
die wir haben wollen. Jetzt gibt es eine Packung. Und erste Reaktion?
Begeisterung sieht anders aus. Nandi ist ein Urgestein
des Leipziger Zoos. Robert Ruhs startet heute
ein neues Training mit ihr. Der Plan ist,
dass wir heute Tag 1 haben mit unserem Kistentraining
für die Nandi, weil sie in knapp 2 Wochen
den Zoo verlässt. Sie geht nach England
und soll mit einem Bullen züchten. Weil hier hat es
nicht so gut geklappt mit der Zucht. Sie hatte 1 Jungtier gehabt. Sie hat Probleme,
dass sie brünstig wird. Sie kommt nicht richtig
in den Zyklus rein. Da hoffen wir,
dass sie das in Wallung bringt. Für uns tut es uns leid,
weil die Nandi eine liebe ist. Das ist ein Traum
mit ihr zu arbeiten. Für sie ist es besser,
wenn sie ein Baby kriegt. Dann machen wir los? Wann der Transport stattfindet,
ist nicht klar, aber alles muss vorbereitet sein. Da machen wir uns Platz hier. Das ist nicht so schön. Weil da konnten die Nashörner
über die Anlage gucken, das ist besser,
wenn die weiter gucken können. Dann die Lockmittel. So, ein paar Rübchen,
ein paar Äpfelchen. Da packen wir
etwas an den Kistenrand, dass sie verleitet wird,
hier hochzugehen. Ein Traum. Da kann es losgehen. Das erste Mal. Erschreck dich nicht. Der Schieber war lange ich mehr auf? Mach langsam? Ist gut, immer mit der Ruhe. Leila. die Tapirdame. Morgenroutine mit Timo Gessner. Leila komm her. Wir machen morgens ein Training,
damit sie das gewöhnt ist. Damit man gut
an das Tier kommen kann. Falls etwas ist, das der Tierarzt
ein gutes Handling hat. Komm mal her, komm mal her. Fein und Leila … Doch einen Programmpunkt
hat Timo neu hinzugefügt: Abtasten Ich bin guter Dinge,
dass sie tragend ist. Aber mir fehlt die 100% Bestätigung. Unten am Bauch konnte man das
bei den letzten Jungtieren spüren. Sie können, wenn sie sich bewegen,
mal treten. Mai/Juni könnte es soweit sein. Ich hoffe auf ein Zeichen. Fühlt man etwas? Hier echte Handarbeit. Die Mutter macht den Rüssel voll. Aber bei uns dauert es. Es ist sein 1. Mal. Das ist für den nicht schlimm,
das muss er erst mal lernen, das ist jetzt warmes Wasser. Aber überzeugt ist er nicht. Komm raus, die Sauerei wollen wir
nicht im Kinderzimmer haben. Man sieht, wenn sie nass werden. Dann haben sie das Bedürfnis
in den losen Sand zu gehen. Sie wissen instinktiv was gut ist. Im Normalfall
würde keiner mühsam anrühren, sie würden in die Suhle gehen. Sauber verputzt die Lehmwand hier. Jetzt muss der Lehm trocknen. Es wird überall jucken
und er wird sich überall scheuern. Dieses Gemodder und die Sauerei
ist für Elefanten das schönste. Das muss er schnallen,
das das nicht schlimm ist. Das man jede Körperstelle erwischt. Das ist eine schöne Sache. Dafür sind die Steine da. So wie es sein soll. Wir haben
bei der Elefantenanlage zugesehen, das Scheuermöglichkeiten sind. Das gehört
zum glücklichen Elefantenleben dazu. Da kommen zur Freude
von Thomas Günther die Elefanteninstinkte durch. Das ist da, das juckt alles. So wie es sein soll. Da setzten wir auf Natur,
da ist nichts mit Hilfsmitteln. Wenn sie das essen, ist das gesund. Schritt 2 der Behandlung: Der Sand. Im Normalfall würde der
in der Elefantenherde stehen, ringsum stehen die Tanten und Muttis
und bewerfen sich mit dem Zeug. Sich selber bewerfen, muss er lernen. Er wird den Sand nehmen
und haut sich den irgendwo hin, auf den Kopf oder unter den Bauch. Also die Programmierung ist da. Schönster Spielplatzsand,
nicht war? Fertig. Komm, wir gehen hinter. Wer als erster im Kinderzimmer ist? Gleich soll der Kleine
seine Tanten treffen. Immer mit der Ruhe,
schön mit der Ruhe. Alles ist gut, passiert nichts. Ich komme gleich. Oder willst du schon reingehen? Ich komm gleich rum.
Ich komme gleich mein Schatz. Robert will
von der anderen Seite gut zureden. Jetzt bin ich da. Gehen wir gucken,
was du sagst Schätzelein. Erschreck dich nicht. Da bewegt sich etwas. Es bewegt sich etwas.
Alles fein. Komm gucken.
Fein machst du das. Komm gucken, ein Äpfelchen. Der Nashornflüsterer Alles ist gut, alles ist gut. Friss mal Rübchen. Mach langsam, wir haben Zeit. Immerhin, nichts gefressen,
aber schon ein erster Schritt. Leilas Schwangerschaftskontrolle. Fühlt man was? Weit unten am Bauch
kann man es sehr gut fühlen, wenn es mal tritt. Und? Tritt es? Stopp, ich glaube, da war etwas. Das wäre das 1. Mal. Aber ich könnte mir etwas einbilden. So ganz 100% wie gesagt,
das ist bei den anderen gewesen, dass es eine heftige Bewegung ist. Da ist man sich sicher. Noch mal. Ich hab was gespürt. Aber es
könnten auch Muskelzuckungen sein. Da muss man vorsichtig sein. Oder Darmbewegungen von Leila? Also? Ich würde trotzdem sagen,
dass sie trächtig ist. Je nachdem, wie sie dasteht,
sieht es so aus. Füllig ist sie sowieso immer. Ich bin mir zu 90% sicher. Das wäre ja super. Das wäre sehr cool. Das wäre das vierte. Diesmal wird ein Weibchen bestellt.
Das wär mal was, Leila. Ein kleines Mädel, hm? Thomas Günther hat einen Plan. Der Kleine soll seine Tanten
hinterm Netz besser kennenlernen. Wir basteln vor dem Jungtierbereich
einen Ausguck. Damit die Tanten mit dem Rüssel
rüber greifen können. Sie können ihn umschmeißen, aber er
kann nicht unter die Füße kommen. Da kann man erste Reaktionen testen. Wie er so drauf ist,
wenn wir nicht dabei sind. Und wie sie mit ihm reagieren. Wenn es zu flach ist,
steigen sie drüber. Wenn es zu hoch ist,
können sie nicht drüber greifen. Wir müssen uns erstmal eingrooven. Die richtige Netzspannung
ist wichtig. Der Kleine hilft mit. Noch ein bisschen strammziehen. Weiter, weiter. Wie ein Volleyballnetz hier. Alles ist interessant
und muss berüsselt werden. Mit technischem Gerät hat er es,
mit Bohrmaschinen, Akkuschraubern. Das ist sein Ding. Er findet es super hier.
So ein Quatschkopf. Aber bei allem Quatsch,
das Ganze dient einem ernsten Ziel: Der Kleine soll
von seinen Tanten akzeptiert werden. Die sollen kontrolliert
viel Zeit miteinander haben. Das wäre das Optimum. Dass sie hier vorne
ihr Essen kriegen. Der Kleine steht dahinter. Darum haben wir
eine große Front gewählt. Wenn alles passt,
nehmen wir die Strohballen weg. Das ist jetzt provisorisch.
aber es soll den Zweck erfüllen. Seitenwechsel. Gleich kommen die Tanten. Bei den Schimpansen werden die 2 jüngsten der Sippe
im März ein Jahr alt. Für Frank Schellhardt
und Manuela Klöden ist das ein Grund zu feiern. Wir machen keine großen Geburtstage, aber wir freuen uns schon sehr,
dass das gut gegangen ist, Jetzt werden die ein Jahr alt,
im März alle beide. Wir haben da Erfolg gehabt. Wenn man sie so anguckt,
wie sie sich entwickelt haben. Das ist nicht selbstverständlich.
Es war ein bewegtes Jahr für alle. Fast direkt
nach der Geburt der 2 Kleinen kam das 1. Problem mit Corri. 14 Tage hatte sie ihr Kind.
Dann hat sie es abgegeben. Da hatte Natascha alle Kinder. Die hat 3 Monate lang beide gesäugt. Das lief gut,
doch dann kam die nächste Wendung. Wir waren erschrocken
nach den 3 Monaten. Wir dachten, es läuft perfekt.
Wir müssen wohl nur zufüttern. Weil sie die Milch teilen musste. Auf einmal kommt die Corry
und hat wieder ein Kind. Nach 3 Monaten beschloss Corry,
wieder Mama sein zu wollen. Dann hat sie sich ein Kind genommen,
das irgendwo rumkrabbelte. Sie hat es nicht zurückgegeben. Aber es war das verkehrte Kind.
Es war nicht ihr Kind. Dort klettert der Makeni.
Und Makeni ist Nataschas Sohn. Und Natascha
hat Corris kleine Juma. Kein Frauentausch,
sondern Kindertausch. Sie haben nicht getauscht. Cori hat sich einfach eins genommen.
Da stand ja kein Name dran. Sie wusste sicher
nach so vielen Monaten nicht mehr, welches ihres ist. Man dachte, es geht wieder zurück.
Dass sie es Natascha wiedergibt. Das es auch trinken kann
an der Brust, Aber nein,
sie hat es nicht zurückgegeben. Sie hat es festgehalten, auch wenn Natascha es vorsichtig,
clever zu sich ranziehen wollte. Dann kam die Hand
und Cori wollte es haben. Da hat man keine Chance.
Und dann geht der Trouble los. Was macht man? Hat Corri nach den 3 Monaten
noch Milch, die alte Dame? Hatte sie nicht mehr
und das war die Schwierigkeit. Frank, Manuela und das Team mussten
mühsam den falschen Sohn großpeppeln. Und das hat geklappt. Da freut man sich um so mehr
über den Geburtstag. So ein Geburtstag
spielt dann eine größere Rolle, wenn die Kleinen
das erste Jahr so überstehen. Das ist entscheidend. Jetzt sind sie schön zusammen
und spielen. Happy Birthday! Goha Lift.
Rani vorwärts, komm. Der Kleine
soll jetzt auf seine Tanten treffen. Doch seine Mutter,
die ihn öfter angreift, ist jetzt auch dabei
an vorderster Front. Wie reagiert Hoa
diesmal auf ihren Sohn? Mach langsam. Hoa, langsam. Vorsicht! Vorsicht, beißt! So ist brav. Hoa, geh weg! Wir wollen nur gucken. Lieber wieder in Sicherheit! Oh, wie die sich aufgeregt.
Wegen nichts. Das eigene Kind.
Das darf nicht wahr sein. Das war nicht freundlich von Hoa.
Schon wieder. In der Natur
wäre das jetzt geregelt. Ohne Netz
hätte die Natur das geregelt. Das war noch nicht das,
was Elefanten können. Das war so ein Zuschütten mit Erde. Das war nicht freundlich. Können sie sich
in Ruhe alles anschauen. Lassen wir sie mal 30 min in Ruhe,
bis sie alles aufgefressen haben. Dann trinken wir ihn ab
und nehmen ihn oder sie nach hinten. Dann geht es von vorne los. Er trifft seine Tanten,
diesmal ohne seine Mutter treffen. Immer noch warten.
Frisst sie noch etwas? Robert mit Engelsgeduld. *Er summt.* Haselmaus, meine kleine Haselmaus. Willst du gucken kommen? Schnuppi. Die Haselmaus will nicht so richtig. *Er summt.* Die hat mal reingeguckt
und Äpfel vom Sims genommen. Einen Schritt nach vorn gemacht. Das sieht schon ganz gut aus. Ich hab damit nicht gerechnet, dass die am 1. Tag
gleich in die Kiste reinrennt. Wir lassen das jetzt
noch eine Weile offen. Da kann sie alleine reingucken,
wenn sie will. Immer mit der Ruhe.
Wir haben noch 2 Wochen Zeit. Das wird schon klappen. Na Hase, Mucki? Komm mal gucken.
Feines Mädchen. Na siehst du, ist alles gut.
Alles gut, mein Schatz. Du bist doch eine Feine. Guck dir das mal in Ruhe an. Da kannst du Rübchen fressen
und Äpfel. Da passiert nix. Man sieht es kaum,
aber sie nimmt eine 1. Rübe. Siehste.
Fein machst du das. Für den 1. Tag ist das super. Hier nur noch die Tanten. Komm, Rani,
das machen wir nochmal. Guck mal, Rani.
Da ist er. Euer neuer Freund.
Eine Aufregung. Das läuft viel besser. Das ganze Tantentreffen
sehen Sie nächste Woche. Außerdem: Was passiert, wenn sich Mensch
und Krontaube zu nahe kommen. Bis dann, liebe Zooschauer! Copyright MDR 2019